September 2016

«Die GEWA gibt mir Sicherheit»

Ich wuchs in der ehemaligen DDR auf. Mein erster Beruf war Kindergärtnerin. Mit der Wende wurden viele Kindergärten geschlossen und das Personal entlassen. Also machte ich eine Lehre zur Coiffeuse und Kosmetikerin. Kurz vor der Jahrtausendwende heiratete ich zum zweiten Mal und zog mit meinen zwei Töchtern zu meinem Schweizer Ehemann.

Bis zur totalen Erschöpfung gearbeitet

In der Schweiz ging mein Qualifikationsmarathon weiter: Ich wechselte in die Pflege. Ich lernte Pflegehelferin, Pflegeassistentin und machte zuletzt die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit. Meine letzte Arbeitsstelle war in einem Alters- und Pflegeheim. Wegen Personalmangel habe ich dort bis zur totalen Erschöpfung gearbeitet. Ich war fertig, innerlich tot. Ich litt unter Angstzuständen und Depressionen. Ich konnte nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, keine sozialen Kontakte mehr pflegen. Schliesslich musste ich in eine psychiatrische Klinik eintreten. Die Arbeitsstelle wurde mir gekündigt.

Kraft für die Familie

Ich wollte allen schlechten Prognosen zum Trotz wieder arbeiten. Ich kann nicht untätig sein. Schliesslich konnte ich die IV überzeugen und im Büroservice der GEWA anfangen. Zwar scheiterte die geplante Integration in den Arbeitsmarkt vorerst, aber ich bekam einen angepassten Arbeitsplatz und bin nun für die Materialbestellungen zuständig. Die GEWA ist im Moment das Stabilste in meinem Leben. Hier fühle ich mich sicher und aufgehoben. So kann ich lernen, mit meinen Panikattacken umzugehen. Und Kraft tanken für meine Familie, die mich sehr braucht.

Manuela Sindermann (50) tankt in der GEWA Kraft für sich und ihre Familie
Manuela Sindermann (50) tankt in der GEWA Kraft für sich und ihre Familie
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