Januar 2017

«Für mich ist es wichtig, an meine Grenzen zu stossen»

Mein Name ist Murielle Savoy, ich bin 30 Jahre alt und arbeite gegenwärtig beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK). Ich habe eine Verkaufslehre gemacht. Mehrere Jahre lang war ich für diverse Firmen als Führungsperson tätig, bis ich an Depressionen zu leiden begann und meine Stelle verlor. Das war der Anfang einer sehr schwierigen Phase in meinem Leben. Ich litt nicht nur unter Depressionen, sondern auch unter Zwängen und Panikattacken. Deshalb beschloss ich, eine stationäre Therapie zu absolvieren, die sechs Wochen dauerte.

Neubeginn bei der GEWA

Danach meldete ich mich bei der Invalidenversicherung (IV) an. Die für mich zuständige IV-Fachfrau empfahl mir eine berufliche Wiedereingliederung bei der GEWA in Schönbühl. Dort war ich fast ein Jahr lang. Zuerst absolvierte ich ein Belastbarkeitstraining, dann ein Aufbautraining am Empfang. Mit der GEWA habe ich nur die allerbesten Erfahrungen gemacht. Ich fühlte mich dort optimal unterstützt und lernte, mich selbst auch dann noch zu fordern, wenn ich müde war oder an meinen Fähigkeiten zu zweifeln begann. Ich lernte, mir und meinen Fähigkeiten zu vertrauen und darauf aufzubauen.

Beruflicher Wiedereinstieg und Zukunftspläne

Psychisch bin ich heute viel stabiler. Meine Depressionen sind verschwunden. Ich fühle mich den neuen beruflichen Herausforderungen gewachsen. Meine Tätigkeit beim Schweizerischen Roten Kreuz begann ich mit einem Praktikum. Ab 1. Januar 2017 werde ich fest angestellt sein.

Ich bin weit gekommen und stolz, dass ich in dieser kurzen Zeit so viel erreicht habe. Mein Ziel ist, mir ein ähnlich gutes Standbein zu erarbeiten, wie ich es zu Beginn meiner beruflichen Karriere hatte. Aus diesem Grund mache ich seit dem August dieses Jahres eine berufsbegleitende Ausbildung zur Kauffrau und wenn es machbar ist, angrenzend eine Weiterbildung zur Direktionsassistentin.

Murielle Savoy (30) ist stolz auf das Erreichte
Murielle Savoy (30) ist stolz auf das Erreichte
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