September 2017

Ein holpriger Start

Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte ich ein Sozialjahr. Danach begann ich die Lehre zur Fachfrau Gesundheit. Der Beruf war aber nicht das Richtige für mich. Nach nur sechs Monaten brach ich meine Ausbildung ab. 

Ich wusste nicht welche Ausbildung mich interessiert. Und bewarb mich für die verschiedensten Berufe. Mit Hilfe meiner Eltern bekam ich nach langer Suche eine Lehrstelle als Kauffrau EFZ. Die Lehre gefiel mir gut. Doch acht Monate später ging mein Lehrbetrieb Konkurs. Ich musste innert 3 Monaten einen neuen Ausbildungsort finden, damit ich meine Lehrstelle nicht verliere. Die Stiftung LebensART nahm mich für zwei Monate auf. So gewann ich Zeit, einen neuen Lehrbetrieb zu finden. 

Gute Herausforderungen 

Nach Monaten der Ungewissheit nahm die GEWA mich dann schliesslich auf. Ich startete das zweite Lehrjahr im Bürooutsourcing. Dort half ich bei der Betreuung von dem Webshop des Schweizer Alpen Club (SAC) und bearbeitete die Bestellungen ab. Die tägliche Herausforderung tat mir gut. Die Schule bereitete mir wieder Freude. Meine Leistungen wurden wieder besser. Nach einem halben Jahr wechselte ich in das Einsatzgebiet Kommunikation. Die Arbeit bereitet mir mehr Mühe. In der neuen Abteilung muss ich selbstständiger, spontaner und langfristiger arbeiten. Das war anfangs eine grosse Herausforderung für mich. Trotzdem oder genau deswegen kann ich hier viel Neues lernen. Zum Beispiel, dass ich nicht alles perfekt beherrschen muss und es nicht schlimm ist einen Fehler zu machen. Ich lernte auch nicht gleich aufzugeben, wenn etwas einmal nicht klappt.

Eine Ausbildung in der GEWA würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Als ich nicht wusste wohin, nahm die GEWA mich auf. Die Lernenden werden in Ihrer Ausbildung begleitet und gut auf die Lehrabschlussprüfung vorbereitet. Nach jedem Semester wechsle ich als Lernende den Einsatzbereich. So kann ich jedes praktische Lernziel abdecken. Ich kann meine Erfahrungen mit der Theorie verknüpfen und lerne dadurch viel Neues. Es wird nie langweilig.  

«Ich freue mich auf die Zukunft» 

Das dritte Lehrjahr darf ich in einem externen Betrieb absolvieren. Ich freue mich, ab August bei der IV-Stelle Thun anzufangen. Diese neue Herausforderung motiviert mich. Nach der Ausbildung will ich mich auf jeden Fall weiterbilden. Vielleicht gehe ich sogar studieren. Aber ich lasse das Leben auf mich zu kommen. Wer weiss, mit was das Leben mich noch überrascht. Ich freue mich auf die Zukunft. Und wünsche mir weiterhin eine gute Beziehung zu meiner Familie, meinen Freunden und meinem Freund. Das ist mir am wichtigsten. 

Leonie D. (19): «Ich will jeden Tag etwas neues lernen»
Leonie D. (19): «Ich will jeden Tag etwas neues lernen»
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