November 2017

Die GEWA ist mein persönliches Zückerli

Mein Leben ist sehr abwechslungsreich. Durch verschiedene Stellen habe ich immer neue Herausforderungen erlebt, konnte mich weiterbilden und lernen grosse Verantwortung zu übernehmen. Leider hatte ich es nicht immer einfach in meinem Leben. Mit einem Realschulabschluss war es schwierig eine Au-pair Stelle zu finden. Eine Lehrstelle als Kleinkindererzieherin wäre mein grosser Wunsch gewesen, leider klappte das nicht.

Da meine Mutter ein Restaurant hatte, ging ich in die dreimonatige Wirtenschule und obwohl ich das Wirtenpatent nicht erworben habe, leitete ich ein paar Jahre das Restaurant meiner Mutter. Ich fand meine Traumstelle bei der Firma Sika Schweiz AG. Als die Firma nach Düdingen umzog war für mich klar, dass ich die Ostschweiz verlasse. Vor 7,5 Jahren bin ich nach Düdingen gekommen. Es lief sehr gut und ich bin innert kurzer Zeit als Produktionsleiterin aufgestiegen von über 600 Produkten, was mir viel Freude bereitete.

Plötzlich war alles anders

Im März 2015 hatte ich vermehrt starke Schmerzen im unteren Rückenbereich. Nach einem Besuch beim Vertrauensarzt der Firma war klar, dass ich mich operieren lassen muss um Wirbel zu versteifen. Auch nach der zweiten Operation im September 2015 litt ich unter grossen Schmerzen. Starke Schmerzmedikamenten blendeten meine Schmerzen aus. Als es im Dezember 2016 nach der Reha immer noch nicht besser wurde, unterzog ich mich erneut einer Operation. Ärzte fanden heraus,das Nerven in den Wirbel eingewachsen waren. Hätten sie das nicht gesehen, wäre ich ein halbes Jahr später gelähmt gewesen. Nach dieser Operation ging es mir besser und ich startete neu.

Ende März 2017 durfte ich in der GEWA starten. Am Anfang war es sehr schwierig für mich, da ich immer noch starke Betäubungsmittel nehmen musste. Jetzt darf ich in der Treuhand - Abteilung arbeiten.

Die GEWA ist eine super Sitftung

Ich kann mich neu kennenlernen und weiss was meine Stärken und Schwächen sind. Seit meinem Aufenthalt in der GEWA lernte ich viele verschiedene Menschen kennen. Wir sind alle psychisch herausgefordert und sitzen im selben Boot. Ich darf meine Gefühle und Bedürfnisse offen mitteilen. Ohne Betäubungsmittel bin ich viel empfindsamer und trotzdem ist es schön wieder mehr vom Leben mitzubekommen. Wir haben im Büro einen grossen Altersunterschied. So können wir viel voneinander lernen. Wir sprechen offen miteinander ohne, dass jemand böse wird. Meinungsfreiheit wird gross geschrieben und wir ergänzen uns alle. Die GEWA hat tolle Teamleitende die ihre Arbeit mit viel Freude und Leidenschaft ausüben. Ich bin dankbar hier zu sein.

Maria Ricci sieht die GEWA als ihr Auffangbecken.
Maria Ricci sieht die GEWA als ihr Auffangbecken.
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