«Die GEWA ist für mich ein Sprungbrett»

Im Sommer 2016 konnte ich meine Arbeit an einem angepassten Arbeitsplatz in der GEWA im Aliento in Schönbühl beginnen. Eine Arbeitsstelle in der Gastronomie ist für mich genau richtig, weil ich eine Ausbildung zum Küchenangestellten absolviert habe. Ich bin ein kreativer Mensch und mache sehr gerne Pâtisserie & Desserts. Wenn ich eine Krise habe und mich schlecht fühle, backe ich einfach etwas. Das befreit mich von schlechten Gedanken und stimmt mich positiv.

Hatte Mühe, auf Menschen zuzugehen

Ich bin in Derendingen SO und in Oberbipp BE aufgewachsen. Während meiner Kindheit und Jugend musste ich einige Umwege gehen. Die Schule war für mich nicht einfach, weil ich immer mit Lernschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Aber, irgendwie habe ich es dann doch geschafft. Für meine Lehre zog ich von zu Hause aus. Die neue Wohnsituation in betreuten Lehrlingswohngemeinschaften war für mich ein Segen. Ich bin eher zurückhaltend und misstrauisch. Der Kontakt mit Menschen ist für mich nicht immer einfach. Die familiäre und kollegiale Umgebung tat mir sehr gut und ich konnte wieder Vertrauen zu Menschen aufbauen. Heute weiss ich, dass ich nicht alle Menschen in den gleichen Topf werfen muss, nur weil ich einmal bei einem schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich konnte mein Schwarz-Weiss-Denken ein wenig ablegen.

Konnte sich in der GEWA öffnen

An meinem Job als Küchenangestellter in der GEWA gefällt mir die Vielseitigkeit und dass ich Verantwortung übernehmen kann. Im Aliento kann ich meine Leidenschaft für Desserts voll ausleben. Das hat mich auch innerlich befreit. Ich bin viel zugänglicher geworden und spüre wieder festen Boden unter den Füssen. Natürlich kann ich nicht einfach machen, was ich will. Wir haben Standard-Desserts auf unserer Menükarte, aber es gibt auch immer wieder Freiräume, in denen ich meine eigenen Ideen einbringen und ausprobieren kann. Diese sammle ich in einem eigens dafür angelegten Rezeptbuch.

Lässt sich Zeit

Ich will mich verbessern und perfektionieren. Aber ich spüre, dass ich im Moment für den ersten Arbeitsmarkt noch nicht bereit bin. Einen Wunsch für die Zukunft habe ich nicht. Ich lebe im Hier und Jetzt und schaue, was sich daraus ergibt. Die GEWA ist für mich ein Sprungbrett.

In meiner Freizeit schreibe ich viel. Ich führe ein Tagebuch und möchte einen autobiographischen Roman schreiben. Halt finde ich auch im Glauben. Ich engagiere mich in einer Freikirche und habe dadurch viele gute Leute kennengelernt. Ich bin glücklich, dass ich mich nicht mehr alleine fühle und guten Mutes in die Zukunft blicken darf.

Nico Fankhauser (20): Hat Freude im Umgang mit Backwaren und  Desserts
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Nico's Dessertkreation: Aprikosenmousse mit GEWA Logo
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