×

Möchten Sie die GEWA näher kennelernen?

Diesen Donnerstag 14. Mai um 11:00 gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen.

Die GEWA bietet mit ihrem Angebot neue Perspektiven. Im Webinar beantworten wir folgende Fragen:

  • Was verbindet aufbereitete Laptops, Depressionen und ein Mahlzeitendienst mit der GEWA?
  • Warum braucht es soziale Institutionen?
  • Welchen Tätigkeiten können Menschen, die psychisch herausgefordert sind in der GEWA nachgehen?

Zudem erzählt ein junger, psychisch herausgeforderter Mensch von seinem Alltag in der GEWA.

Wir freuen uns auf Sie.

 

Dank der IV zum Lehrstart

Mein Suchtproblem fing schon im Kindesalter an. Durch das Kinderheim bin ich mit 12 Jahren in die Abhängigkeit gerutscht. Während der Schulzeit nannten mich meine Schulkollegen „das Heimkind“. Niemand glaubte an mich und die Lehrer und Schulkollegen sagten mir oft, dass ich es nicht besser kann. Ich hatte das Gefühl nicht zu genügen. Und irgendwann habe ich es selber geglaubt. Trotzdem habe ich meinen Sekundarabschluss geschafft.

 

Der erste Berufswunsch

Im 2015 habe ich mein erstes Praktikum als Kleinkinderzieherin angefangen. Es war ein reines Frauenteam und alle sprachen schlecht übereinander. Ich fühlte mich unwohl in diesem toxischen Umfeld. Zudem war ich mir nicht sicher, ob Erzieherin das Richtige für mich ist. Meine Pflegemutter motivierte mich ein zweites Praktikum zu absolvieren. Ich konnte den Beruf von einer anderen Seite kennenlernen und bin letztendlich geblieben. Im 2016 habe ich meine Lehre angefangen. Während dieser ganzen Zeit bin ich immer weiter in meine Sucht gerutscht. Nach 3 Monaten Lehrzeit musste ich meine Lehre abbrechen. Ich konnte es nicht mehr verantworten unter Drogenkonsum mit kleinen Kindern zu arbeiten. Zudem hatte ich Angst, dass etwas passieren könnte.

 

Der Rattenschwanz einer Sucht

Danach war ich arbeitslos. Ich habe vom Sozialamt gelebt. Irgendwann hatte ich keine Relation mehr zum normalen Leben und ich bin ausgerastet, wenn ich meine Sucht nicht ausleben konnte. „Es klingt wie ein Klischee aus den Filmen, die man über Junkies sieht. Aber für mich war es real.“ Ich habe immer gesagt, dass ich etwas gegen mein Problem machen muss, aber nie wirklich den Willen dazu gehabt. Dann habe ich einen Bekannten nach langer Zeit getroffen. Ich erinnere mich, als wir in einem Café sassen und er mir sagte: „Du bist nicht mehr du selber.“ Er wollte mir helfen, aber ich musste den Anfang machen. Ich liess mir helfen und startete mit einem Drogenentzug. Und ich habe es geschafft!

 

Laura freut sich sehr auf Ihre Lehre bei der IV-Stelle Bern.
Laura freut sich sehr auf Ihre Lehre bei der IV-Stelle Bern.

Eine Chance durch die IV

Durch die IV-Stelle Bern kam ich in die GEWA. Dort habe ich zuerst in der Gastronomie gearbeitet. Nach einem Unfall und einer Verletzung am Arm wechselte ich in den kaufmännischen Bereich. Ich arbeitete am Empfang. Dort durfte ich vielseitige und spannende Aufgaben erledigen. Die Arbeit und das Team waren bereichernd und ich blühte auf. Meine vorgesetzte Person hat mich gefördert und an mich geglaubt. Ich konnte mir nie vorstellen im kaufmännischen Bereich zu arbeiten. Mit anspruchsvollen Arbeiten und Verantwortung, die ich getragen habe, festigte sich mein Interesse immer mehr. Nach langem Suchen habe ich nun endlich eine Lehrstelle gefunden. Es war schwierig mit meiner Geschichte einen Lehrbetrieb zu finden, der mir eine Chance gibt. Doch die IV-Stelle Bern hat es mir ermöglicht. Ich freue mich riesig auf die Lehre in diesem spannenden Umfeld. Unter dem Strich bin ich dankbar für meinen Weg aus der Sucht, denn trotz alledem habe ich für das Leben gelernt und bin jetzt die Person, die ich bin.