Nach 10 Jahren GEWA eine neue Chance

David Strauss arbeitet an einem angepassten Arbeitsplatz in der GEWA. In Kürze beginnt er eine neue Herausforderung bei einer grossen Wohnbaugenossenschaft im Raum Bern. Während der Zeit in der GEWA lernte er Verantwortung zu übernehmen, Schwäche zu zeigen und tolerant zu sein mit anderen Mitmenschen.

Ich arbeitete viele Jahre als Antikschreiner. Die Arbeit war hart, die Giftstoffe machten mir Kopfweh und es wurde mir alles zu viel. Kurz vor dem Burnout hat mir die IV-Stelle Bern eine Abklärung in der GEWA empfohlen. Ich fühlte mich jedoch nicht krank und wollte nicht in einem geschützten Umfeld arbeiten. Nach einem ersten Gespräch mit meinem Vorgesetzten in der GEWA gefiel es mir jedoch sehr gut und ich entschied mich für einen Einsatz. Während 3 Monaten arbeitete ich im Gebäudeunterhalt mit und erledigte Arbeiten wie Wohnungsräumungen, -reinigungen und Flickarbeiten. Schon als Kind träumte ich davon, als Abwart zu arbeiten. Die Arbeit erfüllte mich. Und so wurden aus 3 Monaten 10 Jahre.

Neustart in der Privatwirtschaft

Ich freue mich riesig auf den Neustart. Der Weg war steil. Unzählige Male erhielt ich eine Absage. Das frustrierte und zermürbte mich. Zuletzt hat mich die Migros, mit Unterstützung der GEWA, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen aber das hat leider nicht geklappt. Nach 10 Jahren GEWA und 4 gescheiterten Praktikumseinsätzen war es an der Zeit, eine neue Chance zu kriegen. Und endlich habe ich es geschafft: Ich beginne eine neue Tätigkeit in der Privatwirtschaft. Mein ehemaliger Vorgesetzter in der GEWA, welcher heute ein Kollege ist, hat mich ermutigt, mich auf die Stelle zu bewerben. Beim ersten Vorstellungsgespräch fühlte ich mich wohl und war ganz ruhig. Das hat mein Gegenüber beeindruckt. Nach zwei Schnuppertagen hat mir der CEO bereits nach 5 Minuten den Vertrag hingestreckt. Darüber freute ich mich sehr.

Lehrreiche Zeit in der GEWA

Ich habe in der GEWA viel gelernt. Vor allem in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen, die psychisch herausgefordert sind. Es brauchte manchmal viel Geduld und ich musste Aufgaben mehrere Male erklären. Wenn jemand die Arbeit nicht erledigt, fällt das auf mich zurück. Das ist manchmal anstrengend. Ich bin froh, dass mir meine Vorgesetzten immer unterstützend zur Seite standen. Bei Fragen oder Anliegen durfte ich mich jederzeit an sie wenden. Sie hatten ein offenes Ohr und das schätze ich sehr. Zudem fühlte ich mich als Mitarbeiter integriert. In den letzten Jahren durfte ich immer wieder Weiterbildungen im Umgang mit Reinigungstechniken geniessen. Die Tätigkeit im Reinigungsservice erfüllt mich.
Bildlegende: Ich habe in der GEWA viel gelernt und das will ich im neuen Job zeigen. Hoffentlich ist das mein letzter Job bis zur Pensionierung.

Ich habe in der GEWA viel gelernt und das will ich im neuen Job zeigen. Hoffentlich ist das mein letzter Job bis zur Pensionierung.
Ich habe in der GEWA viel gelernt und das will ich im neuen Job zeigen. Hoffentlich ist das mein letzter Job bis zur Pensionierung.