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Möchten Sie die GEWA näher kennelernen?

Diesen Donnerstag 14. Mai um 11:00 gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen.

Die GEWA bietet mit ihrem Angebot neue Perspektiven. Im Webinar beantworten wir folgende Fragen:

  • Was verbindet aufbereitete Laptops, Depressionen und ein Mahlzeitendienst mit der GEWA?
  • Warum braucht es soziale Institutionen?
  • Welchen Tätigkeiten können Menschen, die psychisch herausgefordert sind in der GEWA nachgehen?

Zudem erzählt ein junger, psychisch herausgeforderter Mensch von seinem Alltag in der GEWA.

Wir freuen uns auf Sie.

 

Der steinige Weg zurück in den Arbeitsmarkt

Nach einem Burn-Out musste Beni die Schattenseiten der psychischen Gesundheit kennenlernen, die er vorher nie ernst nahm. Trotzdem hat er die Hürden mit Bravour gemeistert.

«Nach Jahren als Mitglied einer Geschäftsleitung in einem Dienstleistungsbetrieb konnte ich einen Traum realisieren und meine eigene Firma aufbauen. Ich investierte fast meine ganze Energie in die Arbeit. Meine Freizeit widmete ich meiner Familie, meinen Aus- und Weiterbildungen und dem Allgemeinwohl. So blieb einfach keine Zeit mehr, auf meine Gesundheit zu achten. Mein Körper sandte mir irgendwann immer deutlichere Warnsignale. Als mich Panikattacken, Alkoholprobleme, Depressionen, kognitive Störungen und Schlafprobleme plagten, wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Mein Arzt meinte, dass dies so nicht mehr lange gut gehen würde. Also entschied ich mich für meine Gesundheit und gegen meine Karriere. Menschen, die ein Burn-Out erlitten, habe ich nie wirklich ernst genommen und manchmal sogar belächelt. Für mich war das eine Ausrede für Leute, die dem Leistungsdruck nicht gewachsen sind. Als ich plötzlich selbst mit der Diagnose konfrontiert wurde, schämte ich mich und zog mich zurück. Keiner sollte sehen, dass ich an meine Grenzen gekommen bin. Ich machte mir selbst grosse Vorwürfe und sah mich als Versager. »

Auf den Körper hören

«Ich wurde schliesslich notfallmässig in eine Klinik eingewiesen. Dort entdeckte ich das Malen für mich. Damit kann ich mich auf die Gegenwart konzentrieren und meine Kreativität ausleben. Durch Therapien lernte ich, achtsam mit meinem Körper umzugehen und auf ihn zu hören.  Für so was blieb mir in den früheren Positionen keine Zeit. Nach dem Klinikaufenthalt gewann ich auf einer Pony-Farm wieder eine Tagesstruktur. Als ich bereit für ein 50% Pensum war, startete ich bei der GEWA. Freunde empfahlen mir die Stiftung. Das GEWA Personal ist mir von Anfang an mit Wertschätzung begegnet, das habe ich sehr geschätzt. Ich bekam Aufgaben, die meinen Fähigkeiten entsprachen. Weil mich niemand unter Druck gesetzt hat, lernte ich selber meine Grenzen kennen. Dank diesem Vertrauen konnte ich bald Erfolge erleben. Meine Zielstrebigkeit brachte mich schon an die Spitze von Unternehmen. Dieselbe half mir wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen. Heute arbeite ich in einer leitenden Funktion beim Bund.»

Achtsamkeit und Akzeptanz

«Mittlerweile habe ich einen guten Umgang mit meinem Körper und meiner Seele. Schade, dass das früher nicht so war. Auch bereue ich die Scham, die ich verspürte. Mein Umfeld, vor allem meine Familie halfen mir mit meiner Krankheit klarzukommen, als ich offen darüber sprechen konnte. Heute akzeptiere ich mich selbst.»

«Durch die GEWA, meine Familie und meinen Glauben fühle ich mich getragen.»

Beni ist zuversichtlich und freut sich auf die nächsten Herausforderungen.
Beni ist zuversichtlich und freut sich auf die nächsten Herausforderungen.
Gemälde mit orientalischen Gebäuden
«In meiner Kunst sehe ich eine wichtige Therapie.»
Abstraktes Gemälde in Blau
Ein weiteres Gemälde von Beni.