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Möchten Sie die GEWA näher kennelernen?

Diesen Donnerstag 14. Mai um 11:00 gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen.

Die GEWA bietet mit ihrem Angebot neue Perspektiven. Im Webinar beantworten wir folgende Fragen:

  • Was verbindet aufbereitete Laptops, Depressionen und ein Mahlzeitendienst mit der GEWA?
  • Warum braucht es soziale Institutionen?
  • Welchen Tätigkeiten können Menschen, die psychisch herausgefordert sind in der GEWA nachgehen?

Zudem erzählt ein junger, psychisch herausgeforderter Mensch von seinem Alltag in der GEWA.

Wir freuen uns auf Sie.

 

Mein Weg zur Lehre

Ich bin seit dem 9. September 2020 in der GEWA. Nach einem erfolgreichen Eingliederungsprogramm begann ich im August 2020 meine Lehre als Kauffrau EFZ.

Ein langer Weg

Bevor ich die Lehre überhaupt anfangen konnte, durchlief ich zwei Programme. Die ersten drei Monate nahm ich am Belastbarkeitstraining teil. Dort fing ich mit täglich zwei Stunden Arbeitszeit an. Diese zwei Stunden dienen dazu, den Alltag zu Strukturieren. Schnell war ich motiviert das Pensum auf einen halben Tag aufzustocken. Schritt für Schritt näherte ich mich meinem Ziel. Zu dieser Zeit begann ich in der Abteilung Treuhand. Dort arbeitete ich das erste mal eigenständig. Die Teammitglieder schätzten meine Arbeit sehr.

Stolpersteine auf der Zielgeraden

Das Aufbautraining kam anschliessend. Ich erledigte weiterhin Arbeiten in der Abteilung Treuhand und führte Mitarbeitende in neue Aufträge ein. So lernte ich viel Neues dazu.  Mein Ziel im Aufbautraining war, innert drei Monaten ein 80% Pensum zu erreichen. Der schwierigste Schritt war wohl von 5 auf 7,5 Stunden Arbeitsstunden zu kommen. Da ich sehr leistungsorientiert bin, spürte ich schnell die Erschöpfung. Trotzdem blieb ich dran und erreichte mein Zielpensum.

Viele neue Eindrücke

Nun bin ich in der Lehrzeit und arbeite seit etwa zwei Monaten im Projekt Restwert. Ich muss sagen: Der Start war schwieriger als gedacht. Ich habe sehr hohe Anforderungen an mich selber und gebe mich nicht gerne mit weniger als der Note 5 zufrieden. Ich definiere mich auf der Arbeit, wie auch im Privaten über meine Leistungen. Mit all den neuen Einflüssen ist es schwierig nach der Arbeit den Kopf zu lüften. Durch das spezielle Arbeitsklima in der GEWA muss man viel Gespür für die verschiedenen Persönlichkeiten haben. Ich kann Emotionen anderer gut wahrnehmen, was nicht immer einfach ist.

Kommunikation ist der Schlüssel

Über die ganze Eingliederungszeit wurde ich super unterstützt und gefördert. Wenn ich das Gefühl hatte, dass ich nicht zufrieden bin, sprach ich es offen an und teilte meine Sorgen mit. Die Betreuer nahmen meine Anliegen ernst und gingen die Probleme mit mir an.

Gioia B. startete im August in die Lehre als Kauffrau EFZ und ist begeistert von der Arbeit.
Gioia B. startete im August in die Lehre als Kauffrau EFZ und ist begeistert von der Arbeit.

Ergreife jede Chance!

Mein Tipp an Leute, die dasselbe vorhaben wie ich: Es darf auch mal nicht so gut laufen. Wichtig ist dabei, dass man sich selber nicht vergisst und dadurch in eine Abwärtsspirale gerät. Man sollte immer an sich selber glauben und jede Chance ergreifen. Denn erst wenn man die Erfahrung gemacht hat, kann man sagen, ob es funktioniert oder nicht.

 

Eines meiner Mottos: Es ist besser unvollkommen zu beginnen, als perfekt zu zögern.