×

Möchten Sie die GEWA näher kennelernen?

Diesen Donnerstag 14. Mai um 11:00 gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen.

Die GEWA bietet mit ihrem Angebot neue Perspektiven. Im Webinar beantworten wir folgende Fragen:

  • Was verbindet aufbereitete Laptops, Depressionen und ein Mahlzeitendienst mit der GEWA?
  • Warum braucht es soziale Institutionen?
  • Welchen Tätigkeiten können Menschen, die psychisch herausgefordert sind in der GEWA nachgehen?

Zudem erzählt ein junger, psychisch herausgeforderter Mensch von seinem Alltag in der GEWA.

Wir freuen uns auf Sie.

 

«Mein eigener Körper hat mir Angst gemacht»

Meist verläuft eine Wiedereingliederung nicht geradlinig. So auch bei Hans-Peter. Aus privaten und beruflichen Gründen schlitterte er 2019 in eine komplette Erschöpfung, inklusive Klinikaufenthalt. Durch die Unterstützung der GEWA, in Zusammenarbeit mit der IV, hat Hans-Peter den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt geschafft und ist heute ein geschätztes Teammitglied.

Hans-Peter, wie hast du damals bemerkt, dass dir alles entgleitet?
Mehrere Faktoren haben zu meinem Zusammenbruch geführt. Neben Herausforderungen zuhause, stand ich auch in meiner damaligen Tätigkeit in der Gesundheitsbranche stark unter Druck. In der Nacht konnte ich nicht mehr schlafen und am Tag litt ich unter Zitteranfällen. Mein eigener Körper ist mir entgleitet und das bereitete mir Angst. Es folgte der Zusammenbruch, worauf ich für fünf Wochen in eine Tagesklinik eingewiesen wurde.

Wie bist du mit der GEWA in Kontakt gekommen?
Die IV-Stelle Bern ermöglichte mir ein Belastbarkeitstraining in der GEWA. Als ausgebildeter Gärtner durfte ich im GEWA-Gartenbau-Team mitwirken. Leider musste ich wegen einem Hüftleiden abbrechen. Nach meiner Operation startete ich einen erneuten Versuch, diesmal im Liegenschaftsservice, wo ich meine Stärken gut einsetzten konnte. Durch das positive Belastbarkeitstraining innerhalb der GEWA Betriebe und den Bemühungen meines GEWA-Coaches, erhielt ich schliesslich die Chance als Reinigungskraft zu arbeiten in einem Spital in meiner Wohngemeinde.

Wie hast du die Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt erlebt?
Mein Wunsch war es in der Gesundheitsbranche wieder Fuss zu fassen, was sich durch den Einsatz im Spital auch erfüllte. In der Tätigkeit als Reinigungsfachkraft im Gesundheitswesen konnte ich meine bisherigen Erfahrungen und Kompetenzen einbringen. Das bereitete mir grosse Freude. Ich fühlte mich im Team eingebunden und mein GEWA Coach unterstütze mich mit aufbauenden Gesprächen. Trotzdem plagten mich immer wieder dieselben Gedanken: Warum ist mir das passiert? Insbesondere meine Frau, sowie meine Freunde waren mir in dieser Zeit eine grosse Stütze.

Wo stehst du heute und wie schaust du in die Zukunft?
Wo sich Türen schliessen, gehen andere wieder auf: Innerhalb meines Arbeitseinsatzes im Spital hat sich leider, trotz Bemühungen meinerseits, keine Festanstellung ergeben. Kurz darauf erhielt mein GEWA Job-Coach eine Anfrage von der FAMBAU Genossenschaft, mit welcher ich in Kontakt trat. Heute arbeite ich als festangestellter Mitarbeiter in der Reinigung und bin für die Instandhaltung zweier Hochhäuser mit je 27 Stockwerken zuständig. Ich bin stolz ein 100%-Arbeitspensum ausüben zu dürfen. Durch das wertschätzende und soziale Umfeld innerhalb meiner Tätigkeit fällt es mir leichter, mich gegenüber Menschen zu öffnen. Mein Ziel für die Zukunft ist es stabil zu bleiben. Ich nehme jeden Tag wie er kommt und versuche mich nicht unter Druck zu setzen. Durch die regelmässige Arbeit kann ich mich auf etwas fokussieren und verliere mich nicht mehr so oft im Kreis meiner Gedanken.

Hans-Peter
Hans-Peter kann wieder lachen: Nach einer Erschöpfung mit Klinikaufenthalt arbeitet er mittlerweile als festangestellter Reinigungs-Mitarbeiter bei FAMBAU Genossenschaft.


Die GEWA bietet Betroffenen Hilfe an, um im Arbeitsmarkt wieder Fuss zu fassen.