In der GEWA sehe ich den Sinn der Arbeit

Ich suchte eine neue Herausforderung. So kam ich auf die GEWA Website, welche zu diesem Zeitpunkt einen Arbeitsplatz in der Pharmaabteilung anbot. Da ich sowieso etwas Neues ausprobieren wollte, kam mir diese Stelle sehr gelegen. Doch nach einiger Zeit merkte ich, dass es für mich persönlich zu wenig Abwechslung gab. Nach etwa zwei Jahren durfte ich in die Personaladministration wechseln. Die Arbeit gefällt mir sehr, da ich vorher noch nie in diesem Bereich tätig war und die Aufgaben sehr vielseitig sind. In der GEWA sehe ich den Sinn der Arbeit, weil diese Menschen unterstützt, welche aus den verschiedensten Gründen im Alltag herausgefordert sind.

Ich kann alles selbstständig bewältigen

Ich bin einer der wenigen in der GEWA, welcher körperlich und nicht psychisch herausgefordert ist. Seit meinem 8. Lebensjahr bin ich auf den Rollstuhl angewiesen, weil ich an dem Geburtsgebrechen Glasknochen leide. Das bedeutet, dass meinen Knochen etwas fehlt und sie dadurch anfälliger für Brüche sind. Wenn mir jemand Hilfe anbietet, ist das eine liebe Geste, kann ich aber in den meisten Fällen dankend ablehnen. Ich versuche mich nicht unterkriegen zu lassen, auch nicht von starrenden Blicken mancher Menschen, weil mich das nur bremsen würde. Ich lebe mein Leben, mache das Beste daraus und bin ganz zufrieden.

Eine Leidenschaft für Autos

Den Formel1 Sport liebe ich. Doch nicht nur im Fernsehen habe ich eine Vorliebe für Autos. Ich besitze einen Honda, auf welchen ich stolz bin. Ausgebildete Spezialisten haben den Innenraum umgebaut, damit ich Gas und Bremse mit der Hand bedienen kann. Glücklicherweise übernimmt die IV, nach gründlichen Abklärungen, die anfallenden Kosten. So fahre ich auch liebend gerne mit meiner Frau in die Ferien, obwohl wir in letzter Zeit mehr geflogen sind.

Hüseyin Turhan (39): Trotz Handycap eigenständig.
Hüseyin Turhan (39): Trotz Handycap eigenständig.
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