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Möchten Sie die GEWA näher kennelernen?

Diesen Donnerstag 14. Mai um 11:00 gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen.

Die GEWA bietet mit ihrem Angebot neue Perspektiven. Im Webinar beantworten wir folgende Fragen:

  • Was verbindet aufbereitete Laptops, Depressionen und ein Mahlzeitendienst mit der GEWA?
  • Warum braucht es soziale Institutionen?
  • Welchen Tätigkeiten können Menschen, die psychisch herausgefordert sind in der GEWA nachgehen?

Zudem erzählt ein junger, psychisch herausgeforderter Mensch von seinem Alltag in der GEWA.

Wir freuen uns auf Sie.

 

Der entscheidende Unterschied

Mustafa Akkas hatte einen holprigen Start ins Berufsleben. Oft fühlte er sich missverstanden und konnte sich selber nicht erklären warum überhaupt. Erst die Diagnose seines Arztes brachte Klarheit und führte ihn auf den Weg zu uns in die Bärner Brocki.

 

In einer Sackgasse

«Während meiner Lehre zum Holzbearbeiter gab es ernste Reibereien mit einem Arbeitskollegen. Der Arbeitgeber hat darauf meinen Ausbildungsvertrag gekündigt. Leider wollte mich unter diesen Umständen auch kein anderer Betrieb einstellen. Ich war frustriert und wusste nicht wie weiter. Bei einer psychologischen Untersuchung hat mein Arzt das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) festgestellt und mich bei der IV angemeldet.

Darauf folgten Etappen der Arbeitslosigkeit und verschiedene Praktika an angepassten Arbeitsplätzen. In der Kinderkleiderbörse in Zollikofen durfte ich ein Praktikum im Verkauf absolvieren.»

Es geht aufwärts

«Da mir der Kontakt mit den Kunden so gut gefiel, empfahl mir mein Coach die Bärner Brocki. Im Verkauf war leider keine Stelle offen; ich habe mich darum in der Möbelabteilung für einen angepassten Arbeitsplatz beworben. Dank meinen Erfahrungen als Schreiner durfte ich mich bald über eine Zusage freuen. In der Bärner Brocki habe ich mich sofort wohl gefühlt. Neben der Möbelaufbereitung hatte ich bald auch Einsätze im Verkauf oder im Transport. Da ich ebenfalls Interesse an der Kassenbedienung hatte, wurde ich dazu eingearbeitet und kann ab und an auch einen Kasseneinsatz leisten.»

Zusammen anders

«Bevor ich zur GEWA gekommen bin, musste ich meistens unter Zeitdruck meine Aufgaben alleine erledigen. Oft gelang mir das nicht und mein Selbstvertrauen verblasste. Hier hält das Team zusammen und wir arbeiten gemeinsam auf unser Ziel hin. Wir unterstützen einander und jeder darf sich einbringen. Da ich hier genauso angenommen werde wie ich bin, passiert es, dass meine Mitarbeiter und sogar ich selbst mein ADS vergessen. Kommt es dann plötzlich wieder zum Vorschein begegnen die Kollegen und Teamleiter der Situation mit Humor und Verständnis. Ich habe gelernt, offen mit meiner Herausforderung umzugehen. So können mich meine Mitmenschen besser einschätzen.»

 

Mustafa Akkas schätzt die verschiedenen Aufgaben in seinem Job
Mustafa Akkas schätzt die verschiedenen Aufgaben in seinem Job