«Ich fand eine neue Perspektive»

Bis 2017 arbeitete ich als Dachdecker, doch schleichend kämpfte ich immer öfter mit Rückenschmerzen. Bald stellte sich heraus, dass meine Bandscheiben kaputt sind. Ich musste mir den Rücken versteifen lassen und wurde dadurch auf dem Dach arbeitsunfähig. Es war schwierig, nach 20 Jahren meinen Job aufzugeben. Mir ist zuhause fast die Decke auf den Kopf gefallen und ich hatte keine Perspektive mehr.

Die Struktur half mir

Durch die IV kam ich in die GEWA, wo ich meinen Jobcoach kennenlernte. Er unterstützte mich, wo immer er konnte. Ich startete meine Abklärung im Gebäudeunterhalt, wo ich wieder eine Tagesstruktur erhielt. Das half mir sehr und es war schön, wieder unter Leute zu kommen. Dieser bunte Haufen und die gute Stimmung in der GEWA machten es mir leicht, nach vorne zu blicken. Im Gebäudeunterhalt vermisste ich jedoch bald die handwerklichen Aufgaben. Darum durfte ich in die Velowerkstatt der GEWA wechseln; da hat es mir irrsinnig gefallen.

Neuanfang

Kurz darauf erlitt ein Freund von mir einen Rückenschaden. Er hat ein eigenes Fahrradgeschäft und brauchte Hilfe. In Absprache mit meinem Jobcoach konnte ich bei ihm in der Werkstatt arbeiten. Mein Freund hat mich gefördert und mir eine Lehrstelle angeboten. Leider war es finanziell nicht möglich, dieses Angebot anzunehmen. Das war ein neuer Rückschlag, den ich verarbeiten musste.
Mein Jobcoach setzte sich aber für mich ein und organisierte einen Arbeitsversuch in der E-Bike Produktion von myStromer. Da bin ich noch heute. Ich freue mich, dass ich da meine Fähigkeiten einsetzen kann. MyStromer schätzt meine zuverlässige, verantwortungsvolle und genaue Arbeitsweise und bot mir deshalb nach dem Arbeitsversuch eine Anstellung an.

Ronny Künzi hat es geschafft.
Ronny Künzi hat es geschafft.