Der Mensch steht für mich an erster Stelle

Katharina Weber arbeitet als Teamleiterin in der Bärner Brocki. Im Interview erzählt die sympathische Bernerin über ihre Tätigkeit in der Bärner Brocki und was sie beschäftigt.

Katharina, wie bist du zur Brocki gekommen?
In meiner vorherigen Arbeit habe ich in einem Atelier für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen gearbeitet und dabei gemerkt, dass ich sehr gerne mit Menschen zusammenarbeite. Ich habe mich zur Arbeitsagogin weitergebildet. Dabei lernte ich, wie ein Mensch am besten bei der Arbeit begleitet, unterstützt und gefördert werden kann. Noch während der Ausbildung zur Abreitsagogin habe ich mich auf die offene Stelle bei der Bärner Brocki beworben.

Was beinhaltet deine Aufgabe?
Zurzeit arbeite ich in der Warenaufbereitung der Haushaltsartikel. Die Ware kommt sortiert und gereinigt zu uns in die Abteilung und wir definieren die Preise. Preislisten helfen uns die Warenpreise besser einzuschätzen. So hat zum Beispiel das Geschirr der Marken Rosenthal und Langenthal mehr Wert als Ikea-Geschirr. Die Arbeit in der Brocki ist sehr abwechslungsreich. Der wichtigste Teil meiner Arbeit ist jedoch das Begleiten und Weiterbringen von den Mitarbeitenden in meinem Team.

Was gefällt dir besonders an deinem Job?
Zurzeit unterstütze ich 6-8 Personen dabei, ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden. Mit ist es wichtig, dass wir im Team auch mal lachen können. Die Arbeit mit Menschen erfüllt und motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Mir persönlich ist es wichtiger, dass ich eine Tätigkeit ausübe, die mir Spass macht, als viel Geld zu verdienen.

Was empfindest du als herausfordernd?
Es ist schwierig, wenn jemand aus meinem Team in eine psychische Krise fällt. In diesen Situationen nehme ich mir Zeit und führe viele Gespräche, auch wenn dadurch das Eine oder Andere liegen bleibt. Der Mensch steht für mich an erster Stelle! Ich versuche herauszufinden, welcher Tätigkeit diese Person am liebsten nachgehen möchte und probiere sie so zu motivieren. Durch die Aufgaben erhalten diese Personen meist wieder eine unterstützende Struktur und finden oft den Weg aus der Krise.

Generell beschäftigt es mich, dass überall in den sozialen Bereichen gespart wird. Das ärgert mich, denn jeder von uns könnte erkranken oder verunfallen und plötzlich auf Unterstützung angewiesen sein.

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