Wie mit Depressionen umgehen?

Eine der häufigsten psychischen Erkrankungen ist die Depression. Rund 20 % der Menschen weltweit erkranken daran (SGAD).

Die GEWA begleitet Menschen, die unter Depressionen leiden. Dank unseren Eingliederungsprogrammen, können wir die Betroffenen optimal begleiten.

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Chantal Tinguely Stv. Leiterin Berufliche Integration Service und Verkauf der GEWA, erzählt uns, wie sie die betroffenen Menschen begleitet.

Auf den Stärken aufbauen

Depressionen sind sehr vielfältig. Es ist wichtig, offen über die mit der Krankheit verbundenen Herausforderungen zu sprechen. Hierbei können Vertrauen geschafft und Schritte definiert werden, damit die Integration glücken kann.

Der enge Kontakt mit den Therapeuten ist für uns enorm wichtig. So können wir das Vorgehen planen, im Sinne von einer gemeinsamen Unterstützung. Durch diesen offenen und konstanten Austausch beabsichtigen wir, den Betroffenen Sicherheit zu vermitteln.

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit braucht es eine gute Balance zwischen Vertrauen und Absprache. Durch regelmässige Gespräche bauen wir diese auf. Wir analysieren gemeinsam, wo die Stärken der Betroffenen liegen und besprechen auch die Herausforderungen, vor allem in Bezug auf die Arbeit. An den Stärken halten wir fest und bauen darauf auf. Die Hürden betrachten wir nicht per se als gegeben, sondern versuchen gemeinsam Lösungen und Wege zu finden, wie diese überwunden werden können, allenfalls mittels Unterstützung oder Hilfsmitteln. Das Ziel ist immer, dass die Betroffenen zu guter Letzt Schritte machen können, indem sie ihre Hürden überwinden, persönliche Schwierigkeiten annehmen und sich dafür Anerkennung oder Lob geben können.















Gemeinsame Ziele setzen

In der Begleitung von depressiven Menschen sind wir manchmal auch damit konfrontiert, dass die Betroffenen fast keine Optionen mehr sehen. Hierbei ist es unsere Aufgabe, Schritt für Schritt und mittels kleinen Erfolgserlebnisse, im Arbeitsalltag erlebbar zu machen, dass das schwarze Loch, in welchem sie sich manchmal befinden, sich aufhellen kann. Wir setzen gemeinsam kleine Ziele und bauen darauf auf. Wir zeigen ihnen auf, dass wir da sind für sie, vorübergehend den Weg gemeinsam bestreiten, bis sie soweit sind, diesen wieder selbständig zu bewältigen. Ein wichtiger Bestandteil ist, den positiven Fokus zu fördern und aufzuzeigen, dass sie selber bestimmen, welche Richtung auf dem Weg eingeschlagen werden soll.

Externer Arbeitseinsatz

Auch bei einem externen Coaching ist es für die betroffene Person wichtig, dass sie das Vertrauen zum Job Coach finden kann. Daher erachte ich den frühzeitigen Einbezug von uns als sehr wichtig. Hierbei geht es darum, auf den Erfahrungen und Erfolgen aufzubauen und diese für den Wechsel in den ersten Arbeitsmarkt bestmöglich zu evaluieren und zu nutzen. Der Einbezug des sozialen Umfeldes- ist im Idealfall hilfreich, damit die Unterstützung und die Zielverfolgung nicht lediglich Sache der Arbeitswelt bleibt, sondern dass diese in allen Lebensbereichen der Betroffenen, Thema wird.

Bei der Suche eines geeigneten externen Arbeitseinsatzes wird im Idealfall ein Aufgabenbereich gesucht, der spezifisch auf die betroffene Person ausgerichtet ist, vor allem in Bezug auf deren Herausforderungen, damit sie mit Freude und Motivation ihre Arbeit wahrnehmen kann.


Sind Sie Angehöriger eines psychisch erkrankten Menschen? Hier finden Sie Unterstützung:

Universitäre Psychiatrische Dienste Bern (UPD), Angehörigenberatung der UPD
Murtenstrasse 46, 3008 Bern
T 031 632 47 06
www.upd.ch

VASK Vereinigung der Angehörigen von psychisch kranken Menschen
www.vask.ch

NAP Netzwerk Angehörigenarbeit Psychiatrie
www.angehoerige.ch