loading

Mut, Mohnkuchen und mildere Symptome

Starke Kopfschmerzen, Spasmen und starke Ermüdungserscheinungen - so machte sich Gabys Multiple Sklerose bemerkbar. Schlechte Voraussetzungen, um dem Druck in der Gastronomie standzuhalten. Im Bistro zytlos erhielt Gaby die Möglichkeit, trotz ihrer Diagnose auf ihrem Beruf als Köchin weiterzuarbeiten. 

Erlebnis Gabriela

Gaby ist Fachangestellte im Bistro zytlos. Rege Besucherinnen und Besucher der Bärner Brocki mögen dieses kennen als kleine Oase der Entschleunigung und Verpflegungsstätte nach der Schnäppchenjagd. Vielleicht gehörst du sogar zu den eifrigen Jüngern des gerühmten Mohnkuchens. Diesen backt Gaby regelmässig zur Freude der Gäste.

Nicht nur um das leibliche Wohl der Gäste kümmert sich die gelernte Köchin, auch die Befindlichkeit ihres Teams liegt ihr am Herzen. Sie stellt sicher, dass ihre Leute die Herausforderungen des Berufsalltags meistern können, und insbesondere, dass die persönlichen Befindlichkeiten nicht zu kurz kommen. Auch administrative Aufgaben fallen hin und wieder an, die Gaby aber aufgrund ihrer Multiplen Sklerose (MS) stärker ermüden. Sie ist froh zu wissen, dass ihre Teamkolleginnen und -kollegen einspringen, wann immer es nötig ist. Grundsätzlich nimmt sich Gaby immer eine Ruhepause, wenn die krankheitsbedingten Ermüdungserscheinungen zu viel werden. Und sie kann dies im ruhigen Wissen tun, dass sich niemand über diese Pausen beschweren wird.
Den Weg ins Bistro zytlos fand Gaby über den regulären Arbeitsmarkt, nachdem Sie ihre vorherige Stelle aufgeben musste. Sie hielt dem ständig herrschenden Druck nicht mehr Stand und litt zunehmend an starken Kopfschmerzen und Spasmen. Aus dem Stress heraus machte sich Gabys Multiple Sklerose bemerkbar. Sie hatte zwar nie einen lähmenden Schub – wie so typisch für diese Krankheit – aber insbesondere durch die Küchenhitze waren die Ermüdungserscheinungen oft sehr ausgeprägt. Auf diese neuen Herausforderungen nahm ihr damaliger Arbeitgeber kaum Rücksicht. Im Gegenteil, machte ihr der alte Chef noch Druck, die IV-Aufnahme voranzutreiben.

Die Kündigung war eine Befreiung. Der erste Arbeitsmarkt machte Gaby aber fortan Angst. Angst, nochmal dauernd gestresst zu werden. Hoffnung machte ihr die ausgeschriebene Stelle in der Bärner Brocki. Ein wahrer Glückstreffer, wie sie heute sagt. Hier in der Küche des Bistro zytlos arbeitet Gaby seither weiterhin im ersten Arbeitsmarkt. Aber hier nimmt man Rücksicht, hier kann sie ihren Arbeitsalltag den Herausforderungen ihrer Krankheit anpassen.

Heute ist Gaby einfach dankbar: Für den milden Krankheitsverlauf dank guter Therapie, aber auch dank ihrem Umgang mit Stress, nicht zuletzt ermöglicht durch die Stelle im Bistro zytlos. Auch wenn man im Bistro nicht vor hektischen Alltagssituationen gefeit ist, spürt Gaby hier weniger Zwang und weiss um die Möglichkeit, herunterzufahren, bevor es kritisch werden könnte.

MS macht ungeduldiger, sagt Gaby, aber auch bescheidener. Deswegen ist es sehr wichtig, dass die Arbeit so angenehm wie möglich ist und zufrieden stellt. Und dass man den Alltag mit kleinen Glücksbringern füllen kann. So liebt Gaby Pflanzen, und erwirkte bei der GEWA, dass der Brocki ein paar Blumen geliefert werden. Ein kleines Beispiel dafür, wie der Umgang in der GEWA, mit der GEWA ist.

Suche Kontakt Schliessen